Erkrankungen der HWS

Jenseits dem 30. Lebensjahr beginnt bereits  die Degeneration im Bereich der Bandscheiben der Halswirbelsäule beim Menschen.

Der Halswirbel ist keineswegs nur ein  Beherbergeorgan für das Rückenmark und seiner Nerven, vielmehr sehe ich  in den Halswirbeln ein multifunktionales Organ, bestehend aus 7 Halswirbeln,  Bändern und Halteapparaten, Bandscheiben, mehrfachen Gelenken und wenn man die Balance des Kopfes mit berücksichtigt, ist gewissermassen auch von einem Sinnesorgan zu sprechen.
Störungen, Verschleisserscheinungen und unfallbedingte Veränderungen können natürlich vielfältigste Beschwerdesymptomatiken auslösen, die  nicht unbedingt immer mit neurologischen Ausfällen einhergehen. Am meisten wird man in einer Wirbelsäulenpraxis von solchen Patienten aufgesucht, die chronische Beschwerden auf Grund mehr oder weniger starkem Verschleiss im Bereich der  Halswirbelsäule aufweisen. Durch Verlust des Wassergehaltes in den Bandscheiben beginnt ein Verschleiss, der mit einer Veränderung der Geometrie der einzelnen Gelenke oder Haltung der Halswirbelsäule einhergeht, man spricht allgemein von  Arthrose der Halswirbelsäule.

Früher und auch vielfach heute werden solche Patienten mit dem halbwegs tröstenden Hinweis begleitet: “Es ist ein Verschleiss,  es handelt sich um Arthrose und damit müssen Sie leben.”

In der heutigen modernen Medizin und den technischen Möglichkeiten muss man nicht mit diesem Leiden leben. Es gibt durchaus eine akzeptable operative Möglichkeit, um weitgehend die veränderte Geometrie der Halswirbelsäule wieder herzustellen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Es handelt sich nicht, wie vielfach angenommen, um gefährliche  Operationen an der Halswirbelsäule, sondern vielmehr um Präzisionsoperationen,  die in der Regel maximal 1 - 2 Stunden dauern und ohne Blutverlust von statten  gehen.
Die Patienten haben in der Regel unmittelbar nach der Operation eine Verbesserung der Lebensqualität, die gesamten Beschwerden lassen erheblich  nach. In solchen Fällen beträgt der Krankenhausaufenthalt ca. 10 Tage, die Patienten werden 12 Stunden nach der Operation bereits mobilisiert, es wird in  der Regel auch eine Anschlussheilbehandlung von 3 Wochen empfohlen.

Voraussetzung für die Feststellung der Notwendigkeit einer solchen Operation sind in erster Linie:

  • die chronischen, therapieresistenten Beschwerden von Seiten  der
    Patienten,
  • klinischer Untersuchungsbefund, der ambulant erstellt wird,
  • Röntgenuntersuchung der Halswirbelsäule in üblicher  Weise,
  • spezielle funktionelle Untersuchung des Bewegungsablaufs der Halswirbelsäule unter Bildwandler, und schliesslich
  • eine kernspintomographische Untersuchung der Halswirbelsäule.

Die genaue Aufklärung über Einzelheiten, insbesondere bei solchen Patienten, die bereits ein oder zwei Operationen im Bereich der Halswirbelsäule mit unzureichendem Therapieerfolg hinter sich gebracht haben, soll zweckmässigerweise während einer ambulanten Vorstellung erfolgen.

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