Glossar

A

Arachnoidea (mater)

Spinnwebenhaut, bindegewebige Membran, die über die Furchen und Windungen des Gehirns und Rückenmarks hinwegzieht, bildet mit der Pia mater die weiche Hirn- und Rückenmarkshaut (Leptomeninx)

B

C

C-Arm-Röntgenapparat

C-Arm-Röntgenapparat
C-Arm-Röntgenapparat

Mobiler Röntgenapparat.
Man kann das Gerät sehr flexibel benutzen, um in verschiedensten Lagen Röntgenbilder zu erstellen. Diese Apparate werden bei Operationen benutzt, aber auch in der Tiermedizin.
Ich benutze das Gerät, um z.B. funktionale Aufnahmen vom Hals-Kopf-Übergang anzufertigen.
 

Computertomographie

Abkürzung: CT.
Röntgendiagnostisches, computergestütztes bildgebendes Verfahren. Mittels einer Röntgenröhre und eines speziellen Blendensystems wird ein schmaler Fächerstrahl erzeugt, der innerhalb der durchstrahlten Körperschicht des Patienten in Abhängigkeit von den vorhandenen Strukturen verschieden stark geschwächt wird. Mittels eines mit einer Vielzahl von Detektoren bestückten Detektorkranzes wird diese abgeschwächte Röntgenstrahlung als Signal empfangen, elektronisch aufbereitet und einem Rechner zugeführt. Während der Signalakquisition dreht sich das System aus Röhre und Detektoren gemeinsam um die Mitte des kreisförmigen Messfeldes. Auf diese Weise werden viele verschiedene Projektionen  derselben Schicht erzeugt und im Rechner zu einem Bild verarbeitet, das die Verteilung der Schwächungswerte in der durchstrahlten Körperschicht darstellt. Die Schwächungswerte werden als Hounsfeld-Einheiten (HE) angegeben, sind auf Wasser bezogen (0 HE) und sollten in Form einer Grautonskala jedem Bild beigeordnet sein. Die Dichtewerte erlauben in  gewissen Grenzen eine Gewebeerkennung (Luft: -1000 HE, Blut: 20-30 HE, Knochen: bis 500 HE). Beim Vergleich mit den üblichen Röntgenbildern weisen CT-Bilder eine wesentlich höhere Kontrast- jedoch geringere Struktur- und Formauflösung auf. Die CT dient insbesondere zum Nachweis umschriebener und diffuser morphologischer Veränderungen (z.B. Tumore, Metastasen, Abszesse etc.) in Ergänzung zur Ultraschalldiagnostik, Szintigraphie, konventionellen Röntgendiagnostik und Kernspintomographie.
 

cranial

siehe kranial
 

craniocervikal

siehe kraniocervikal
 


D

dorsal

dorsalis, zum Rücken gehörig, nach dem Rücken hin liegend, rückseitig
 

Dura (mater spinalis)

Harte Rückenmarkshaut, besteht aus einem äusseren und einem inneren Blatt (Duralsack), die durch das Cavum epidurale getrennt sind. Der Duralsack umhüllt das Rückenmark, die Cauda equina und mit seitlichen Aussackungen die Spinalganglien. Die Dura reicht über das Rückenmark heraus bis zum 2.-3. Sakralwirbel.
 


E

Epiduralraum

Zusammenhängender Raum, der innerhalb der gesamte Wirbelsäule zwischen den Innenflächen der Wirbelbogen bzw. den sie verbindenden Bändern und der Dura mater liegt, enthält epidurale Venen, Fettgewebe und Lymphkapillaren, theoretisches Fassungsvermögen dieses Raums beim Erwachsenen 120 ml.
 

Eustachische Röhre

Auch Eustachio-Röhre, oder auch Tuba auditiva, ist die Ohrtrompete.
 


F

Facialis-Nerv

Facialis (lat.: facies, Gesicht) heisst zum Gesicht gehörend. Der Facialis-Nerv bezeichnet also den Gesichtsnerv, auch Nervus facialis genannt. Dieser steuert unter anderem die mimischen Muskeln, die Tränen-, Nasen- und Speicheldrüsen, den äusseren Gehörgang, die Ohrmuschel sowie den Geschmack (vordere zwei Drittel der Zunge)
 

Foramen

foramen (lat.) Loch. Bezeichnung für eine anatomische Öffnung in einer Membran oder einem Knochen.
 

Foramen magnum

Grosses Hinterhauptloch. Öffnung im Okzipitalknochen, durch die das Rückenmark in die Wirbelsäule eintritt.
 

Foramen transversarium (vertebrae cervikales)

Loch in den Querfortsätzen der Halswirbel für den Druchtritt von Arterien und Venen (A. u. V. vertebralis)
 


G


H

Hiatus

hiare (lat.): offenstehen. Meist physiologische Öffnung oder Spalt in einer Membran oder anderen Körperstruktur.
 

Hypophyse

Hirnanhangdrüse, die auf der Hirnbasis aufliegt. Die Hypophyse ist ein innersekretorisches Organ und reguliert die Funktion der übrigen Hormondrüsen. Der vordere Lappen der Hypophyse heisst Adenohypophyse, der hintere Neurohypophyse
 


I

Intercostalneuralgie

Schmerzsymptome, die sich auf Nerven zwischen (inter-) den Rippen (costalis) beziehen.
 


J


K

kaudal

Von lat: cauda, Schwanz. In der Tiermedizin :schwanzwärts, hier gemeint als vom Kopf weg.
 

Kernspintomographie

Computergestütztes bildgebendes Verfahren, das auf dem Prinzip der Magnetresonanz (NMR) beruht. Daher auch MRT genannt. Im Gegensatz zur konventionellen Röntgendiagnostik bzw. Computertomographie wird hierbei keine ionisierende Strahlung verwendet, sondern die Energie gemessen, die unter Einfluss eines von aussen angelegten starken Magnetfeldes aus dem Köper in Form von elektromagnetischen Wellen austritt. Dabei wird das Verhalten von Atomkernen in hochfrequenten Magnetfeldern ausgenutzt. Die Signale aus verschieden beliebig wählbaren Körperschichten lassen sich mit Hilfe eines Rechners zu zwei- oder dreidimensionalen Schichtbildern zusammensetzen. Unter Verwendung von supraleitenden Magneten, die besonders stabile Magnetfelder mit hoher Flussdichte erzeugen, ist eine der Computertomographie meist überlegene. sehr hohe Kontrastauflösung und Darstellung kleiner anatomischer Strukturen möglich.
Für bestimmte Fragestellungen werden zusätzlich MRT-Kontrastmittel eingesetzt. Die Bedeutung dieses Verfahrens liegt darin, dass damit unterschiedliche Gewebe dargestellt werden können, die nicht in ihrer Dichte bzw. ihrem Absorptionseigenschaften gegenüber ionisierender Strahlung unterscheiden, sondern in ihrer Protonendichte und in deren chemischer Bindung.
 

Kondylen

Von Kondylus (Gelenkkopf), auch griech.: kondylus, Knöchel. Abgerundeter Fortsatz eines Knochens, an dem Muskelbänder befestigt sind und der mit benachbarten Kochen ein Gelenk bildet.
 

konkav

Nach innen gewölbt (lat.: concavare, aushöhlen)
 

kranial

von Kranion, griech. für Schädel: den Kopf betreffend.
 

kraniocervikal

auch craniocervikal. Die Kreuzung von Schädel und Nacken, insbesondere das Foramen magnum und das Kopfgelenk, betreffend.
 

konvex

Nach aussen gewölbt (lat.: convextus, gewölbt)
 


L

lateral

lateralis (lat.) 1. Seitlich, zu einer Seite gehörend. 2. Von der Mitte entfernt gelegen. 3. Rechts oder Links von einer Mittellinie.
 

Liquor

Flüssigkeit, hier wird dieser Begriff für Liquor cerebrospinalis, also die Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit, verwendet.
 


M

MRT

Abkürzung für Magnetresonanztomographie, siehe Kernspintomographie
 


N

NMR

Abkürzung für das englische nucleus magnetic resonance, siehe MRT.
 


O

Osteoporose

Erkrankung des Skelettsystems mit Verlust oder Verminderung von Knochensubstanz und -struktur, erhöhtre Frakturanfälligkeit.
 


P

Peripheres Nervensystem

Das periphere Nervensystem umfasst die Hirnnerven, die Rückenmarksnerven und die peripheren Ganglien.
 

PET

Abkürzung für Positronen-Emissionscomputertomographie, rechnergestütztes Schnittbildverfahren, der Szintigraphie, von dem Patienten injizierten Radionnuklid, einer schwach radioaktiven Substanz, geht eine Strahlung aus. Diese kann mit Hilfe von speziellen Ringdetektoren rechnergestützt registriert und abgebildet werden. Bei der PET kommen positronenstrahlende Radionuklide zum Einsatz
 

Pia mater

Gefässführender Teil der weichen Hirnhaut.
 


Q


R


S

sacral/sakral

sacralis (lat.) zum Kreuzbein gehörend
 

Sakralanästhesie

Unempfindlichkeit im Gebiet der Sakralnerven.
 

SPECT

Abkürzung für Single-Photon-Emissionscomputertomographie, rechnergestütztes Schnittbildverfahren, der Szintigraphie, von dem Patienten injizierten Radionnuklid, einer schwach radioaktiven Substanz, geht eine Strahlung aus. Diese kann mit Hilfe von rotierenden Detektoren einer Gammakamera rechnergestützt registriert und abgebildet werden. Bei der SPECT kommen gammastrahlende Radionuklide zum Einsatz
 

Subarachnoidalraum

Liquorraum zwischen Arachnoidea mater und Pia mater.
 

Szintigraphie

Nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren zur Aufzeichnung der räumlichen und/oder zeitlichen Verteilung von Radiopharmaka im Körper oder in Organen.
 


T

Tinnitus

von lat. tinnire (Klingeln), Erkrankung mit Ohrgeräuschen
 


U


V

ventral

ventralis (lat.): bauchwärts, zum Bauch gehörend.
 

vertebral

Zu einem oder mehreren Wirbeln gehörend, diese betreffend oder aus Wirbeln bestehend, z.B. Columna vertebralis (Wirbelsäule).
 


W


X


Y


Z

zerebral

von lat. cerebrum, Wortteil mit der Bedeutung Gehirn