{"id":86,"date":"2023-03-20T21:05:56","date_gmt":"2023-03-20T20:05:56","guid":{"rendered":"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/?page_id=86"},"modified":"2023-03-20T21:05:58","modified_gmt":"2023-03-20T20:05:58","slug":"das-steiss-und-kreuzbein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/index.php\/das-steiss-und-kreuzbein\/","title":{"rendered":"Das Steiss- und Kreuzbein"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Kreuzbein<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"330\" height=\"343\" src=\"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kreuzbein_vorn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-87\" srcset=\"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kreuzbein_vorn.jpg 330w, https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kreuzbein_vorn-289x300.jpg 289w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Steissbein (Vorderansicht)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das Kreuzbein (Os sacrum) besteht aus f\u00fcnf miteinander verschmolzenen Wirbeln (S1-S5) und hat von oben nach unten und von vorn nach hinten die Form eines Keils. Die Verwachsung der Wirbel beginnt zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr und ist im Normalfall mit dem 25. Lebensjahr abgeschlossen. Das Kreuzbein ist damit ein abgeplatteter dreieckiger Knochen und bildet den Grossteil der hinteren Beckenwand und ist mit den H\u00fcftknochen \u00fcber das fast unbewegliche Sakroilialgelenk verbunden (Gelenkfl\u00e4chen Facies auricularis auf beiden Seiten des Kreuzbeins). Die Gelenkfl\u00e4che des Lumbosakralgelenks (Basis ossis sacri) ist nach oben und etwas nach vorn gegen die Bauchregion gerichtet und ist glatt und oval, damit darauf die lumbosakrale Zwischenwirbelscheibe (Bandscheibe) befestigt werden kann. Der weit vorspringende Vorderrand heisst Promontorium. Wie die meisten Teile der Kreuzwirbel sind auch die Gelenkforts\u00e4tze miteinander verschmolzen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"335\" height=\"345\" src=\"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kreuzbein_hinten.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-88\" srcset=\"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kreuzbein_hinten.jpg 335w, https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kreuzbein_hinten-291x300.jpg 291w\" sizes=\"(max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Steissbein (Hinteransicht) <br><a href=\"http:\/\/www.elsevier-deutschland.de\/artikel\/676269&amp; sbid=&amp; sgid=\">Aus: Huch\/Bauer: Mensch K\u00f6rper Krankheit, 4.Aufl., 2003 Urban + Fischer Verlag, M\u00fcnchen, Jena<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Lediglich die Gelenkfl\u00e4chen des Processus articularis superios sind am ersten Kreuzbeinwirbel erhalten und bilden das Gegenst\u00fcck zu den unteren Gelenkforts\u00e4tzen des 5. Lenden- wirbels. Die Gelenkfl\u00e4chen sind dabei nach oben gerichtet, abgeplattet und weisen fast gerade nach hinten. Damit ist es unm\u00f6glich, dass der 5. Lendenwirbel am abgewinkelten \u00dcbergang von Lendenwirbels\u00e4ule zum Kreuzbein verrenkt (subluxieren) werden kann. Am unteren Ende des Kreuzbeins findet man die Gelenkfl\u00e4che (Apex ossis sacri), welche mit dem Steissbein korrespondiert. An der Vorderseite des Kreuzbeins (Facies pelvca) sieht man an den Leisten (Linea transversae) die Verwachsungen der f\u00fcnf Wirbelk\u00f6rper. An beiden Seiten dieser Leisten findet man vier \u201cL\u00f6cher\u201d, die sogenannten Foramina sacralia anteriora. Diese erm\u00f6glichen den vorderen \u00c4sten der vier Kreuzbeinnerven und ihrer Begleitgef\u00e4\u00dfe den Durchtritt durch das Kreuzbein. An der konvexen Hinterseite des Kreuzbeins (Facies dorsalis) sind unregelm\u00e4ssig verlaufende Leisten zu finden: Cristae sacralis mediana, sacrales intermediae und laterales. Das sind die miteinander verschmolzenen Dorn-, Quer- und Gelenkforts\u00e4tze. F\u00fcr den Austritt der hinteren \u00c4ste der oberen vier Kreuzbeinnerven sind die vier Foramina sacralia posteriora vorgesehen. An den Bogenplatten &#8211; das ist das Areal zwischen Cristae sacralis mediana und Cristae sacralis intermediae &#8211; des 5. manchmal auch des 4. Kreuzbeinwirbels ist die Verschmelzung ausgeblieben und es ist ein Hiatus sacralis ausgebildet worden. Dieser wird dann f\u00fcr die Sakralan\u00e4sthesie benutzt. Der Hiatus wird beidseits vom Cornu sacralis als Rest des unteren Gelenkfortsatzes begrenzt und von den kleinen 5. Kreuzbein- sowie den Steissbeinnerven als Durchtritt benutzt. Der Kreuzbeinkanal (Canalis vertebralis) sch\u00fctzt das Ende des R\u00fcckenmark. Ungef\u00e4hr in H\u00f6he des 2. Kreuzwirbels endet Dura, Arachnoidea und Subarachnoidalraum. Zwischen der Duras Mater und<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Steissbein<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"330\" height=\"343\" src=\"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/steissbein_vorn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-89\" srcset=\"https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/steissbein_vorn.jpg 330w, https:\/\/montazem.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/steissbein_vorn-289x300.jpg 289w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Steissbein<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das kleine dreieckige Steissbein (Os coccygis) ist durch Verschmelzung von meist vier rudiment\u00e4ren Schwanzwirbeln entstanden. An seiner Basis artikuliert es mit dem Apex ossi sacri des Kreuzbeins. Seine eigene Spitze ist nicht mehr als ein knopff\u00f6rmiges Knochenst\u00fcck. Das Steissbein bietet kaum Merkmale eines typischen Wirbels. Lediglich am ersten Steissbeinwirbels sind ein kleiner Processus transerversus und beidseits eine hornf\u00f6rmige Wucherung (Cornu coccygeum) vorhanden, das manchmal so lang ist, dass es ein Gelenk mit dem Cornu sacrale bildet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kreuzbein Das Kreuzbein (Os sacrum) besteht aus f\u00fcnf miteinander verschmolzenen Wirbeln (S1-S5) und hat von oben nach unten und von vorn nach hinten die Form eines Keils. Die Verwachsung der Wirbel beginnt zwischen dem 16. und 18. 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